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Jessy vom Buchenstock 11.10.2002 - 20.11.2009 † LIVING IN THE WIND .... Ein Appenzellerleben - mit Flügeln Hallo, ich bin Jessy, wer bist du? So lernten wir unsere kleine Schweizer Appenzeller-Hündin Jessy 2002 im Berner Oberland kennen. Es war die berühmte Liebe auf den ersten Blick, als wir sie vor sieben Jahren zum ersten Mal sahen und sie spontan auf Welpenart auf u n s zuwackelte und uns dahinschmelzen liess. Sie hatte „ihre Menschen“ ausgesucht, gefunden - mit ihrem Schweizer Charme. Die Liebe und Freude zu den Menschen hat sie zeitlebens begleitet und war eigentlich ihr Markenzeichen. Misstrauen gegenüber den „Zweibeinern“ – nein, niemals – das kannte sie nicht! In ihrer Jugend ermöglichten wir ihr die Sozialisierung in vielen Hundespielgruppen, später im Training in klassischen Hundeschulen. Doch recht früh schon zeigte sich, dass sich unsere Hündin lieber selber beschäftigen wollte, als die Disziplin und Exaktheit, z.B. in der Ausbildung zur Begleithundeprüfung, zu erlernen. Einmal geübt und gekonnt waren für sie genug, die stetigen Wiederholungen lehnte sie kategorisch ab und auch der kleine Klaps, das ein oder andere Mal angewendet, erzeugte bei ihr nur das Gegenteil. Jessy machte „ihr“ Ding. Gehorsam, Disziplin, na, ja, zugegebenermassen, auch nicht immer unsere Sache. Unsere Hündin passte irgendwie nicht so richtig in diese „vorgeschneiderten“ Erziehungs- und Ausbildungsraster. Ständig an der Leine und immer diese Regeln ! Nichts für unsere Jessy und eigentlich auch nichts für uns. Appenzeller - zum Fliegen (Treiben) geboren, brauchen, fast wie Wildtiere, die weiten Ebenen zum Auslaufen und Toben. Das haben wir unserem Hund zum Glück bis zum Lebensende ermöglichen können. Erziehung und Leinenführigkeit waren uns erst einmal schnuppe, frei nach dem Motto: Carpe diem – „Pflücke den Tag“. Das f r e i e Laufen und Spielen mit dem Hund in der Natur - das war es, was wir für uns und für unseren Hund wünschten: Das Elixier des Lebens auskosten und den Lebenswind einatmen! So haben wir unserer Hündin von Beginn an die Chance gegeben, sich selbständig zu entwickeln und sich prägen zu können - ganz natürlich - im Geiste der Schöpfung, vor allem artgerecht. Diese, unsere Erziehungs-Methode, war wohl gar nicht so falsch, denn das Ergebnis war sehr glücklich mitanzusehen. Jessy liess sich abrufen, okay manchmal brauchte es etwas länger, aber ein Mauseloch war im Augenblick interessanter als unsere Stimme mit dem „hierher“...Hundeleben total - im Jetzt - im Augenblick... Um so schöner war dann die Genugtuung und Bestätigung für uns bei unseren Ferienaufenthalten sowohl im Schweizer Nobelhotel, wo wir herzlichst mit ihr empfangen wurden sowie in schönen Ferienhäusern auf unseren geliebten Urlaubsinseln Amrum und Sylt an der deutschen Nordseeküste. Sie benahm sich stets tadellos, sie freute sich ja immer mit - und bei Menschen zu sein... ich nannte sie auch „Menschenfischerin“. Mit Artgenossen sowohl Hündinnen als auch Rüden kam sie aus, wenn auch nicht gerade euphorisch...Menschen waren ihr einfach lieber!!! Wir sind stolz, dass sie im Alter von zwei Jahren mit der Note: „vorzüglich“ angekört wurde und diverse, auch internationale Hundeausstellungen, mit eben dieser Note absolvierte. Aber es waren Dinge, die wir Menschen wollten, unsere Jessy aber irgendwie an „solchen“ Ereignissen keine richtige Freude dabei empfand, was sie besonders bei ihren letzten Ausstellungen immer wieder mit vehementen Bellen zu Verstehen gab und sich somit von selbst aus den Rennen geworfen hat. Ihr Leben hiess: Treibball-Spielen, Fährtensuche, Mantrail, Schwimmen, das Doggen am Fahrrad. All dies stets mit grosser Euphorie. Die kleineren Beschäftigungs-Varianten so nebenbei: Leckerlis wurden von ihr aus kleinen Verpackungsschachteln ausgepackt, versteckte Gegenstände in Wohnung, Garten und Feld gesucht. Ja, unsere Hündin war beschäftigt, bzw. sie beschäftigte sich selbst: Im Hinterherjagen der tanzenden Blätter im Wind, den Endlosrennen in der tobenden Gischt der Nordsee, dem emsigen Buddeln von gigantischen Erdlöchern, den Luftsprüngen auf frisch abgemähten Wiesen (wir warfen kleine Grasbällchen in die Luft, die sie auffing) und, und, und. LIVING IN THE WIND... Am Ende ihres Appenzellerlebens können wir sagen: Wir hatten jeden Tag eine glückliche und zufriedene Hündin, charakterlich gefestigt, in sich ruhend, eine echte Schweizerin, die jeden mit ihrem Charme begeistern konnte. Sie war natürlich die Rudelführerin in unserem Haushalt mit unserem Appenzeller-Zweithund-Rüden Berry. An einem Sonntagmittag im November nach einer wunderschönen Fahrradtour mit ihr schlug die heimtückische Krankheit zu (akute Bauchspeicheldrüsen-Entzündung), wobei sie trotz aller erdenklicher, schneller Massnahmen und ihrem immensen Lebenswillen keine Chance hatte. Sie kämpfte nur ganz kurze Zeit und verabschiedete sich ganz nach ihrer Art – selbständig – nach nur sieben kurzen Jahren – gelebt nach ihrem und unserem Motto: LIVING IN THE WIND... Adieu, ihr lieben Menschen, ich war Jessy vom Buchenstock. Wir danken unserem Schöpfer, dass wir mit dieser Ausnahmehündin zusammenleben durften und verbringen nun unsere Zeit in der schönen Erinnerung und den wundervollen Gedanken an diese wertvolle, wunderschöne Hündin! Jessys Vermächtnis an alle Menschen: Lebt und geniesst euer Leben - seid freundlich und gut zueinander - Wir danken sehr herzlich unseren lieben Schweizer Hundezüchtern, unseren Freunden, Elisabeth und Hansruedi Müller (†) aus Boltigen im schönen Berner Oberland. Liebe Elisabeth, liebe Harfe (Jessys Mutter), wir sind immer für Euch da. Ulrike und Jens Hochreuter, Bornheim
ALLES NUR GELIEHEN Gefunden auf der HP von-den-Borkenbergen von Elke Loer, Verfasser unbekannt. |
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